Besonders schwere Form der Vogelgrippe in Frankreich

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Bei minus 80 Grad tiefgefroren: Vogel-Influenza-Viren der Typen H5N1 und H5N2 an der Universität Frankfurt am Main. Foto: Boris Roessler/Archiv

Paris (dpa) - Auf einem Hühnerhof im Südwesten Frankreichs ist eine potenziell auf Menschen übertragbare Form der Vogelgrippe ausgebrochen. Bei Untersuchungen sei ein bei Geflügel besonders krankmachendes (hochpathogenes) H5N1-Virus nachgewiesen worden, teilte das Landwirtschaftsministerium mit.

Eine Schutz- und eine Überwachungszone seien rund um den Hof in der Dordogne eingerichtet.

Nach Angaben des Ministeriums deuten die ersten Erkenntnisse darauf hin, dass es sich bei der identifizierten Virusvariante um einen bereits zuvor in Europa entdeckten handelt. Dieser habe bislang aber als nicht besonders krankmachend (schwach pathogen) gegolten.

Landwirtschaftsminister Stéphane Le Foll warnte dennoch vor Panik. Der Verzehr von Hühnerfleisch, Eiern und anderen Nahrungsmitteln berge keine Ansteckungsgefahr, ließ er mitteilen.

Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen können sich Menschen aber bei intensivem Kontakt mit infiziertem Geflügel mit dem potenziell tödlichen H5N1-Virus infizieren. Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden in diesem Jahr bis Mitte November 143 Erkrankungen gemeldet. 42 Menschen starben.

Ministerium zum H5N1-Fall in der Dordogne

WHO zu H5N1

WHO-Zahlen

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