Hauptverdächtiger nicht gefasst

Bangkok: Keine Verbindung zu internationalen Terroristen

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In diesem belebten Viertel explodierte der erste Sprengsatz. 

Bangkok - Die Bangkok-Bomber hatten nach neuesten Erkenntnissen der thailändischen Polizei keine Verbindung zu international operierenden Terroristen.

Die Polizei sei nach Konsultationen mit ausländischen Geheimdiensten zu diesem Ergebnis gekommen, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag. Es gebe auch keine Anhaltspunkte, dass gezielt Chinesen Ziel des blutigen Anschlags am Montag waren.

In Bangkok kursierten zuvor Gerüchte, dass der Anschlag auf das Konto von Uiguren gehen könnte, einer in China verfolgten muslimischen Minderheit. Thailand hatte Anfang Juli mehr als 100 illegal eingereiste Uiguren gegen deren Protest in ihre Heimat abgeschoben.

Die thailändische Polizei hatte nach dem Anschlag auf den Erawan-Schrein ein Fahndungsfoto veröffentlicht, das einen jungen Mann mit Brille, dichtem schwarzen Haarschopf und sehr heller Gesichtsfarbe zeigt. Es wurde anhand von Videoaufnahmen erstellt, die Minuten vor der Explosion gemacht wurden.

Polizeisprecher Prawut Thavornsiri sagte der Nachrichtenagentur AFP, nach der Veröffentlichung des Fahndungsbilds seien eine Reihe von Hinweisen von der Öffentlichkeit eingegangen. Der Sprecher beschrieb den Verdächtigen mit dem Begriff "khaek khao", der in der Landessprache hellhäutige Muslime aus Süd- und Zentralasien und dem Nahen Osten beschreibt.

Der als Haupttäter verdächtigte Mann hat sich womöglich ins Ausland abgesetzt. Das berichtete die thailändische Polizei am Donnerstag. Sie sucht den Mann, der am Tatort einen Rucksack deponiert hat und dann flüchtete, wegen vorsätzlichen Mordes mit Haftbefehl. Nach zwei mutmaßlichen Komplizen wird ebenfalls gefahndet.

Bei der Suche nach dem Verdächtigen wollen die thailändischen Behörden die internationale Polizeibehörde Interpol einschalten. "Wir werden heute bei Interpol um Hilfe ersuchen", sagte der Chef der thailändischen Interpol-Abteilung, Apichart Suriboonya, am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. 

Bei dem Anschlag waren am Montag 20 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 120 verletzt worden. Eine zweite Bombe verfehlte am Dienstag ihr Ziel.

dpa/AFP

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