Hinweise auf Geisterfahrer

A33: Drei Tote bei Unfall auf Autobahn nahe Paderborn

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Bei dem Unfall sterben drei Menschen.

Paderborn - Auf einer Autobahn bei Paderborn prallen zwei Fahrzeuge frontal zusammen, drei Menschen sterben. Vermutlich war ein Falschfahrer für den Crash verantwortlich. Doch viele Fragen sind noch offen.

Bei einem Frontalzusammenstoß auf der Autobahn bei Paderborn sind drei Menschen ums Leben bekommen - einer von ihnen war vermutlich ein Geisterfahrer. Ein Zeuge habe ausgesagt, dass er nur mit Glück nicht selbst mit dem Falschfahrer kollidiert sei, sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Festlegen wollte sich die Polizei auf die Unfallursache aber noch nicht. Wenn sich der Verdacht bestätigt, wäre es der vierte tödliche Falschfahrerunfall auf einer Autobahn in Nordrhein-Westfalen seit September.

Ein Sachverständiger müsse nun feststellen, welches der beiden Autos in der Nacht zum Montag möglicherweise in falscher Richtung auf der Autobahn unterwegs war, sagte die Sprecherin. „Wir schließen noch nichts aus - auch einen Suizid nicht.“

In dem einen Auto saß ein 44-Jähriger aus Pforzheim in Baden-Württemberg. In dem anderen war ein 31-Jähriger mit einer 34-Jährigen, beide aus Paderborn, unterwegs. Alle drei starben noch an der Unfallstelle. Zwei weitere Autos konnten nicht mehr ausweichen und fuhren in die verunglückten Autos. Schwer verletzt kamen eine 23-Jährige aus Gotha in Thüringen und eine 20-Jährige aus Herford in ein Krankenhaus.

Die Unfallstelle zwischen den Anschlussstellen Borchen und Paderborn-Mönkeloh blieb bis zum Morgen in beide Richtungen gesperrt, damit Einsatzkräfte die demolierten Fahrzeuge bergen konnten. Stundenlang sicherte die Polizei Spuren, um das Geschehen möglichst genau rekonstruieren zu können.

Tödliche Unfälle mit Falschfahrern - Eine Chronologie

Immer wieder werden Menschen wegen sogenannter Geisterfahrer getötet. Manche Falschfahrer verirren sich versehentlich, andere fahren mit Absicht in die falsche Richtung. Auch bei dem Unfall mit drei Toten bei Paderbon ermittelt die Polizei, ob ein Falschfahrer die Kollision verursacht hat. Einige Fälle aus den vergangenen Monaten:

November 2016: Auf einem Rastplatz an der A3 bei Düsseldorf durchbricht ein 47 Jahre alter Autofahrer eine Polizeikontrolle. Als sich ein Streifenwagen auf die Verfolgung macht, schaltet er das Licht an seinem Wagen aus, wendet und rast in die falsche Richtung davon. Nach wenigen Kilometern stößt er mit dem Wagen einer 29-Jährigen zusammen. Er selbst und die Frau sterben.

Oktober 2016: Auf der A43 bei Witten im Ruhrgebiet reißt ein 36 Jahre alter Falschfahrer zwei Menschen mit in den Tod. Der Mann hatte unvermittelt gedreht und war in die falsche Richtung weitergefahren. Frontal stößt er mit dem Fahrzeug eines 28-Jährigen zusammen. Beide Fahrer sind sofort tot. Die 24 Jahre alte Beifahrerin des 28-Jährigen stirbt wenig später im Krankenhaus.

September 2016: Ein Geisterfahrer rammt auf der A1 bei Euskirchen in Nordrhein-Westfalen frontal das Auto einer Familie. Mehrere Autofahrer hatten die Polizei über den Falschfahrer informiert - doch noch bevor die Einsatzkräfte den 32-Jährigen stoppen können, kommt es zu dem Unfall. Der Falschfahrer stirbt.

dpa

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