Familienmitglied bestätigt traurige Nachricht

US-Popstar Prince mit 57 Jahren gestorben

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US-Sänger Prince.

Chanhassen - US-Popstar Prince ist tot. Ein Familienmitglied hat den Tod des Stars am Donnerstagabend gegenüber dem US-Sender CNN bestätigt.

Nach bisherigen Informationen starb der US-Musiker am Donnerstag im Alter von 57 Jahren. Zuerst gemeldet hat den Tod des Pop-Giganten die Promi-Website "TMZ" am Donnerstag. Vergangene Woche war der Star mit dem bürgerlichen Namen Prince Rogers Nelson Medienberichten zufolge wegen einer Grippeerkrankung in ärztlicher Behandlung.

"Ich bestätige in tiefer Trauer, dass der legendäre Kultstar Prince an diesem Morgen in seiner Paisley-Park-Residenz gestorben ist", sagte die Sprecherin Yvette Noel-Schure. "Vorerst gibt es keine weiteren Einzelheiten über die Ursache seines Todes." Die Polizeibehörde eröffnete eine Untersuchung.

Deutsche Medien hatten am frühen Abend berichtet, dass der Agent von Prince den Tod des Künstlers am Donnerstag bestätigt hat.

Nach Auftritt in Atlanta brach Prince zusammen

Nach einem Auftritt in Atlanta am 15.April musste der Pilot seines Privatflugzeugs morgens um 1 Uhr sogar eine Notlandung auf dem Regionalflughafen von Moline in Illinois machen musste. Denn Prince war schwer fiebrig und kaum noch ansprechbar. Er wurde per Rettungswagen von der Landebahn in die Notaufnahme gebracht. Sein Sprecher versuchte den Zwischenfall runterzuspielen: „Er hat eine Grippe und hätte nicht auftreten dürfen. Er ist inzwischen wieder zuhause in Minnesota und hat Bettruhe verordnet bekommen. Ihm geht es den Umständen entsprechend gut.“

Am Donnerstagabend dann die Schock-Nachricht: Prince starb im Alter von nur 57 Jahren auf seinem Anwesen im US-Bundesstaat Minnesota.  

Prince war aufgestiegen zu einem der Größten in der Szene

Der 1958 in Minneapolis geborene Prince galt als einer der bedeutendsten Musiker der vergangenen Jahrzehnte. Von ihm stammen Welthits wie „Purple Rain“, „Sign O' The Times“, „Kiss“ und „When Doves Cry“. Mit seinem durchdringenden Blick, schwarzen Locken und einem Hauch von Oberlippenbart galt er vielen lange Zeit auch als Sexsymbol.

Der nur 1,53 Meter kleine Sänger war 1982 mit seinem Album (1999) zu einen der Größten im Geschäft aufgestiegen. Seine Platten verkauften sich über 100 Millionen Mal. Der siebenfache Grammy-Gewinner ging sehr häufig auf Tour. Er produzierte Alben und schrieb Songs für andere Musiker.

Prince wurde mit seiner innovativen und virtuosen Musik in den 80er Jahren zum Weltstar. Sein Album "Purple Rain" von 1984 gilt vielen Fans als eines der besten Alben der Pop-Geschichte. Er sang, spielte Gitarre, Klavier und andere Instrument.

Seine brodelnde Mixtur aus Funk, Pop, Blues und Rock, das explosive Gitarrenspiel, diese so sinnliche wie hochflexible Soul-Stimme, die frechen, teilweise frivolen Texte elektrisieren die Massen. Die aufwendigen Shows des kleingewachsenen Prince Roger Nelson - Sohn eines schwarzen Jazz-Musikers und einer weißen Sängerin - waren knallbunte Messen eines exzentrischen Musikgenies.

Zeitweise wurde Prince als Rivale des 2009 gestorbenen Popstars Michael Jackson angesehen. Prince setzte auf ein Dandy-artiges und androgynes Erscheinungsbild. Seine Hits "Girls & Boys", "Cream" und "Kiss" heizten auf Partys die Stimmung an.

Mit Schriftzug "Slave" auf der Wange protestierte Prince gegen Warner

In den 90-er Jahren erwählte er sich ein Symbol der Liebe als neuen Namen. Auf die Wange schrieb er sich das Wort "slave" (Sklave), um gegen die Vertragsverpflichtungen gegenüber seinem Produzenten Warner zu protestieren.

Zuletzt verbreitete Prince seine Musik über Streaming-Dienste. Konzerte kündigte er mit wenigen Stunden Vorlauf an, um den Schwarzmarktverkauf von Tickets zu unterbinden. In Australien spielte er im Studio vor kurzer Zeit Piano-Soli und erklärte, er suche neue künstlerische Herausforderungen. Im März kündigte Prince an, er wolle bald seine Memoiren veröffentlichen. Der Verleger erklärte, es werde sich um "nonkonformistische" Erinnerungen handeln.

Tod von Sänger Prince schockiert Freunde und Kollegen

Der Tod des US-Popstars Prince schockiert die Musikwelt. Auf Twitter trauerten Freunde und Kollegen um den Sänger, der am Donnerstagmorgen im Alter von 57 Jahren in seinem Anwesen in Minnesota gestorben war.

„Danke dafür, dass du uns so viel gegeben hast“, schrieb Sängerin Katy Perry bei Twitter. Die Welt habe „sehr viel Magisches“ verloren.

„Ich vermisse meinen Bruder“, trauert der schwarze Regisseur Spike Lee um den Sänger. „Prince war eine lustige Katze. Großartiger Sinn für Humor.“

Prince sei „zu früh“ gegangen, twitterte der US-Rapper MC Hammer. „Ich habe diesen Mann geliebt.“ Sein Tod sei einfach nicht zu verstehen.

Auch FC-Bayern-Star Jerome Boateng regierte bei Twitter einem einem traurigen Tweet auf die Nachricht vom Tod der Pop-Ikone Prince.

Ebenso Chelsea Clinton, die Tochter von Bill und Hillary Clinton, bekundete ihre Trauer: „Danke, Prince. All meine Gedanken und Gebete sind mit allen, die dich geliebt haben.“

Obama "Wir haben eine kreative Ikone verloren"

Zu den Prominenten, die um Prince trauern, gehört auch US-Präsident Barack Obama. „Heute haben wir eine kreative Ikone verloren“, hieß es in einer in Washington verbreiteten Mitteilung des Präsidenten, der sich in Saudi-Arabien aufhält, sowie seiner Frau Michelle. „Wenige Künstler haben den Sound und die Richtung der Popmusik so deutlich beeinflusst und so viele Leute mit ihrer Kunst berührt“, schrieb Obama. „Er war ein virtuoser Instrumentalist, ein brillanter Bandleader und ein elektrisierender Bühnenkünstler.“ Obama sprach Familie, Freunden und der Band von Prince seine Anteilnahme aus.

Madonna zu Prince-Tod: "Ich bin am Boden zerstört"

Madonna meldete sich bei Instagram mit einem Post. „He Changed The World!! A True Visionary. What a loss. I'm Devastated.“ (Er hat die Welt verändert. Ein wahrer Visionär. Was für ein Verlust. Ich bin am Boden zerstört.) So Madonna (57) bei Instagram zum Tod ihres gleichaltrigen Musiker-Kollegen Prince. 

Im Laufe der Abends gab es weltweit immer mehr bestürzte Reaktionen auf den überraschenden Tod von Prince. Zahllose Fans und viele Prominente drückten zum Beispiel bei Twitter in tausenden Tweets ihre Trauer aus und verneigten sich in Worten vor dem Ausnahme-Künstler, dessen Musik Generationen von Pop-Fans begeistert und inspiriert hat.     

AFP/dpa/js

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