Musiker stirbt im Alter von 89 Jahren

Blues-Legende B.B. King ist tot

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B.B. King ist tot.

Memphis - Blues-Legende B.B. King ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Er war im Mai wegen Dehydrierung ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Der Blues-Gitarrist B.B. King ist tot. Nach über 60 Jahren auf der Bühne hat sich der „King of the Blues“ für immer verabschiedet. Er starb im Alter von 89 Jahren in Las Vegas, wie seine Tochter Patty King am Freitag dem US-Nachrichtensender CNN sagte. Demnach war der Musiker, der zu den einflussreichsten Gitarristen und Sängern in der US-Geschichte zählte, in diesem Monat wegen Dehydrierung in ein Krankenhaus eingeliefert worden.

Der 1925 geborene "King of the Blues" gehört zu den einflussreichsten Gitarristen überhaupt. Bekannt wurde er durch Lieder wie "Three O'Clock Blues" aus den 50er Jahren, "The Thrill Is Gone" von 1970 sowie "When Love Comes to Town" aus dem Jahr 1989, ein Duett mit der irischen Rockband U2.

B.B. King musste Konzerte wegen Dehydrierung und Erschöpfung absagen

Er hat mehr als 50 Alben veröffentlicht und zahlreiche Preise bekommen. Lange Jahre lebte er in Memphis im US-Bundesstaat Tennessee und eröffnete dort auch einen Blues-Club.

Anfang April war der 89-Jährige schon einmal wegen Dehydrierung infolge seiner Diabetes-Erkrankung kurz im Krankenhaus behandelt worden. B. B. King litt seit mehr als 20 Jahren an Diabetes. Im Oktober war er während einer Tour erkrankt und musste den Rest seiner Konzerte wegen Dehydrierung und Erschöpfung absagen.

Nach Mephis kam B.B. King einst als Tramper

Der „King of the Blues“ war am 16. September 1925 auf einer Baumwollplantage im US-Bundesstaat Mississippi unter dem Namen Riley B. King geboren worden. Als Kind sang er im Kirchenchor und lernte Gitarre spielen von seinem Onkel, einem Pfarrer. 1947 trampte er in die Blues-Hochburg Memphis, Tennessee, wo seine Karriere begann.

B.B. King hat Generationen von Rock- und Bluesmusikern beeinflusst, und er trat auch bis ins hohe Alter noch auf. In seiner langen Karriere gewann er 15 Grammys und wurde für insgesamt 30 nominiert. Für seine Lebensleistung wurde der Musiker sowohl in die Blues Foundation Hall of Fame als auch in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Das US-Musikmagazin "Rolling Stone" stufte ihn 2003 hinter Jimi Hendrix und Duane Allman als drittbesten Gitarristen der Geschichte ein.

Nur eines besser als die Gitarre: "Richtiger Sex mit einer richtigen Frau"

Auch Kings Gitarre, eine Gibson ES-355, die er liebevoll "Lucille" nannte, erreichte Kultstatus. Mit ihr spielte und sang der schwarze Amerikaner den Blues so, wie er ihn als Kind im Mississippi-Delta gehört hat. Nur eins übertreffe „Lucille“, gestand der „König des Blues“ seinem Biografen: „Richtiger Sex mit einer richtigen Frau“.

Seine beiden Ehen scheiterten, vor allem wohl, weil er immer auf Achse war. 15 Kinder soll er gezeugt haben, mit 15 verschiedenen Frauen, nicht ein einziges ehelich. „Ich hatte immer ein gutes Verhältnis zu den Müttern meiner Kinder - vorher, währenddessen und hinterher“, prahlte der Schwerenöter.

B.B. King ist tot: Seine Karriere in Bildern

B.B. King ist tot: Seine Karriere in Bildern

Obwohl Blues, die Urform des Jazz, sein Leben war, machte es ihm zu schaffen, „nur“ als Bluesmusiker geschätzt zu werden. „Blues-Sänger zu sein ist so, als ob man gleich zwei Mal schwarz wäre“, heißt es in seiner Biografie („B.B. King: Ein Leben mit dem Blues“). Mit Bewunderung blicke er zu Jazz-Kollegen wie Dizzy Gillespie, Miles Davis und Charlie Parker auf. Wie sie spielen, gehe schlicht über seinen Horizont. „Blues ist eine einfache Musik“, sagte er, „und ich bin ein einfacher Mann.“

dpa/AFP

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