"Die göttliche Miss M"

Mit 70 Jahren: Bette Midler wird zur Sexpertin

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Happy birthday, Bette Midler!

Los Angeles - Sie reißt Witze, schauspielert, singt. Es gibt kaum etwas, was Bette Midler nicht kann. Mit 70 Jahren beweist sie ein neues Talent: Sie beantwortet Fragen über Liebe und Sex in einer Kolumne.

Freche Sprüche, frivole Witze, witzige Dialoge - seit über 40 Jahren reißt sie den Mund auf. Die „göttliche Miss M“, wie sie seit ihrem Plattendebüt 1972 genannt wird, tanzt, singt, schauspielert und macht Comedy. Auch mit 70 Jahren gibt Bette Midler keine Ruhe. Wie die Entertainerin ihren runden Geburtstag am 1. Dezember feiern wird, wollte ihr Management auf Anfrage nicht beantworten. Doch Schweigen ist nicht ihr Stil.

Bestimmt hat Midler ihren Fans auf Twitter oder Facebook etwas zu sagen. Fast täglich postet der Star in den sozialen Medien. In den letzten Wochen zankte sie sich in Tweets mit Justin Bieber, empörte sich über Donald Trump und gentechnisch veränderten Lachs, trauerte nach den Terroranschlägen in Paris und gratulierte Adele zum „absolut fabelhaften“ Album.

Und kurz vor dem runden Jubiläum feuert Midler ihre Fans an: „Bombardiert mich mit euren brennenden Fragen und macht euch meine göttliche Weisheit zunutze.“ In einer wöchentlichen Kolumne will sich Midler nun zu Fragen über Leben, Liebe und Sex äußern. Fragen für „Miss M“ könne man ihr auf Twitter, Facebook und Instagram schicken.

Anfang der 70er Jahre katapultierte sich die nur 1,55 Meter große Blondine mit der Rockoper „Tommy“ und dem Album „The Divine Miss M.“ auf die Weltbühne. Inzwischen hat sie über ein Dutzend Alben aufgenommen und mehr als 30 Millionen Tonträger verkauft. Nach achtjähriger Pause brachte sie vor einem Jahr „It's The Girls“ mit Swing, Pop und Motown von Frauenbands aus sieben Jahrzehnten heraus.

Ihr Handwerk lernte Midler als Nachtclub-Sängerin mit Auftritten im New Yorker Schwulen-Club „Continental Bath“ - mit Barry Manilow am Piano. Seither sammelte sie Grammy-Trophäen, Emmy-Fernsehpreise, Golden Globes und viele begehrte Comedy Preise. Mit dem Film „The Rose“, in dem sie Aufstieg und Ende der Rock- und Blues-Sängerin Janis Joplin darstellte, holte sie 1979 die erste von zwei Oscar-Nominierungen. Es folgten zig Hit-Komödien. In „Die Frauen von Stepford“ durfte sie neben braven Ehefrauen als unordentliche Quertreiberin aus der Rolle fallen.

Im wirklichen Leben ist Midler seit über 30 Jahren mit dem deutschen Performance-Künstler Martin von Haselberg verheiratet. Ihre Tochter Sophie (29) gab kürzlich in Woody Allens „Irrational Man“ ihr Schauspieldebüt.

Nach über zwei Jahrzehnten in Hollywood lebt Midler seit Mitte der 90er Jahre wieder in New York. Dort verschönert die Entertainerin in ihrer Freizeit verdreckte Gärten und Parkanlagen. Mit Helfern startete Midler das „New York Restoration Project“. Sie befreien Grünflächen von Müll und pflanzen Bäume an. Bei einem Deutschlandbesuch habe sie sich für Schrebergärten begeistert und die Idee in ihre Heimat verpflanzt, verriet Midler in einem Interview.

Ihre ganze Freizeit stecke sie in diese Herzensangelegenheit, sagte Midler im Juli auf einer Konzerttour in London der britischen Zeitung „Daily Mail“. In dem Interview deutete sie auch an, bald beruflich kürzerzutreten. „Ich habe mir meinen Kindertraum erfüllt“, sagte der Star. Sie sei nun fast am Ende angekommen, aber sie habe immer noch viel Energie und neue Ideen. Sie denke mehr über die Welt nach. Sie sei noch nie in Afrika oder Südamerika gewesen. „Ich habe noch nie ein Nashorn gesehen“.

dpa

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