Strahlenschutz-Experten warnen vor unnötigen Tomographien

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Wegweiser zur Computertomographie: Der hier genutzte Flash-CT arbeitet mit bis zu 90 Prozent Strahlenreduzierung. Foto: Claudia Levetzow/Archiv

Berlin (dpa) - Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) warnt davor, bei gesundheitsschädigender Strahlung nur an die Risiken der Kernenergie zu denken. Die Strahlenbelastung durch Röntgenaufnahmen - vor allem durch die besonders strahlungsintensive Computertomographie - werde dagegen häufig unterschätzt.

Die Aufklärung der Patienten sei oft mangelhaft. "Da sind wir noch nicht an dem Punkt, den wir gerne erreichen würden", sagte BfS-Präsident Wolfram König, am Montag bei der Vorstellung des Jahresberichts der Behörde in Berlin.

Um die Belastung durch das natürlich existierende radioaktive Edelgas Radon zu senken, plädiert das Bundesamt dafür, in Deutschland einen niedrigeren Referenzwert anzusetzen als ihn die neue europäische Grundnormenrichtlinie für den Strahlenschutz vorsieht.

Die Richtlinie muss bis Februar 2018 in deutsches Recht umgesetzt werden. Sie sieht für Radon in Wohnhäusern und an Arbeitsplätzen einen Referenzwert von maximal 300 Becquerel pro Kubikmeter Luft vor. Das BfS spricht sich hierzulande für einen Wert von 100 Becquerel aus. Bei erhöhten Radon-Werten steige das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken.

Um die Radon-Konzentration in Gebäuden zu senken, seien oft einfache Maßnahmen ausreichend. Dazu zählten häufiges Lüften, das Abdichten von Rissen, Fugen und Rohrdurchführungen sowie dichte Kellertüren.

Pressemitteilung BfS

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