Schlechte Hygiene in Schlachthöfen führt zu mehr Erkrankungen

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Geflügelfleisch ist häufig mit krankmachenden Keimen belastet. Foto: Malte Christians/Symbol

Berlin (dpa) - Geflügelfleisch ist häufig mit krankmachenden Keimen belastet: Die Zahl der von einem bestimmten Keim verursachten Darmerkrankungen ist laut einem Bericht des "Spiegel" in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen.

Demnach infizierten sich im vergangenen Jahr 71 000 Menschen mit dem sogenannten Campylobacter-Keim, der häufig beim Verzehr von Geflügelfleisch übertragen wird. 2004 seien es nur 55 803 gewesen. Dies geht dem Magazin zufolge aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor.

Im Gesundheitsministerium hält man demzufolge mangelnde Hygiene in den Schlachthöfen für den Grund der gestiegenen Infektionen. So habe sich die Menge des verunreinigten Hähnchenfleischs "deutlich erhöht", bei Stichproben im Jahr 2013 sei der Keim auf mehr als der Hälfte aller untersuchten Hähnchen festgestellt worden. Im Jahr 2011 sei das nur bei 40,9 Prozent der Fall gewesen.

"Das ist ein alarmierender Zustand. Erreger werden durch eine mangelhafte Schlachthygiene vom Tier auf den Menschen übertragen", zitiert der "Spiegel" den agrarpolitischen Sprecher der Grünen-Fraktion, Friedrich Ostendorff. Das Gesundheitsministerium sehe das ähnlich: Es sei "zwingend erforderlich", die Hygieneanforderungen in den Betrieben konsequent anzuwenden.

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