Für junge Käufer

Clever verbunden: der Seat Ibiza geht online

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Seat Ibiza: Der geliftete Kleine offenbart neue Stärken im Inneren.

Man hört es oft genug: Die Jugend heutzutage wird immer ungeduldiger. Sie noch zwei Jahre bis zur Vorstellung der neuen Generation des Ibiza zu vertrösten, kam für Seat deshalb nicht infrage.

Schließlich sind 40 Prozent der Ibiza-Käufer unter 30 Jahre alt – also waren die Spanier zum Handeln gezwungen. Lumpen lassen haben sie sich dabei nicht, auch wenn das Facelift erst auf den zweiten Blick so richtig ins Auge springt. Äußerlich fallen am überarbeiteten Ibiza kaum Änderungen auf, im Inneren des Wagens umso mehr – der spanische Bruder des Polo ist jetzt „clever connected“.

Wie gesagt: Von außen hat sich nicht viel verändert. Einzig die Scheinwerfer grüßen jetzt mit LED-Tagfahrlicht, außerdem gibt es neue Felgendesigns. Wirklich interessant wird es im Innenraum: Hartplastik wurde aus dem Cockpit verbannt. Das Lenkrad wurde, wie auch die Rundinstrumente, aus dem Seat Leon direkt in den Ibiza übernommen. „Leonisierung“ nennen die Spanier diesen Kniff, von dem künftig ihre komplette Palette profitieren soll. Verständlich, wenn man weiß, dass der Leon seinen kleinen Bruder als Flaggschiff der spanischen Flotte abgelöst hat.

Das Cockpit im Seat Ibiza.

Das Highlight ist aber der große Touchscreen in der Mittelkonsole, das den Dreh- und Angelpunkt von Seats Konnektivitätsoffensive darstellt. So ziemlich jedes Smartphone soll sich hier innerhalb von Sekunden auf dem Display widerspiegeln. Dazu warten die Spanier mit einem Clou auf: der Gestensteuerung. Mit ihr kann der Fahrer individuelle Zeichen auf den Bildschirm malen und sie einer bestimmten Funktion zuordnen. Fix ein „L“ aufgemalt, schon wird die Musik lauter – ganz nach dem Geschmack der jungen Kunden eben. Die Entwickler wollen so ein neues Kapital der Konnektivität öffnen. Wer also auf viel Lifestyle im Auto steht, der ist beim Ibiza richtig.

Frech: Seat Ibiza

Auch auf der Strecke fühlt man sich im Ibiza wohl. Das Fahrwerk verspricht höheren Komfort – Federn, Dämpfer und Stabilisatoren wurden neu abgestimmt. Als Option bietet Seat sogar ein adaptives Fahrwerk an, dessen Feder-Dämpfer-Kennung sich zweistufig an die Fahrweise des Piloten anpassen lässt. Zu haben ist der Flitzer ab 11.990 Euro – trotz aller Neuerungen bleibt der Ibiza also für junge Kunden erschwinglich.

Freilich gilt: Extras kosten. Nicht nur beim Farbdesign, auch bei den Motorisierungen wartet Seat mit einer breiten Auswahlmöglichkeit auf. Von 75 bis 150 PS erstreckt sich das Leistungsvermögen der Benziner, unter denen sich neben vielen Drei- auch ein Vierzylinder tummelt. Die Dieselaggregate kommen von 75 bis 105 PS daher – sie lohnen sich vor allem für diejenigen, die vor lauter Konnektivität gar nicht mehr aus dem Auto aussteigen wollen.

Sven Westerschulze

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