Paris 2014

Steinhart: Peugeot Quartz mit 500 PS 

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Peugeot Quartz SUV Konzept mit 500 PS.

Basaltstein statt Plastik, Antik-Leder und dicke Reifen - Peugeot stellt auf dem Autosalon in Paris den Quartz vor. Das Crossover-Konzept mit 500 PS ist aber nicht nur etwas fürs Auge.  

Der Peugeot Quartz mit 500 PS ist 4,50 Meter lang, 2,06 Meter breit und rollt auf 23-Zoll-Alufelgen. Der Crossover-SUV hat elektrisch ausfahrbare Trittbretter. Die Verglasung besteht aus Polykarbonat. Eine Luftfederung sorgt automatisch für eine Bodenfreiheit zwischen 300 und 350 Millimetern.

Sitze aus Plastikflaschen im Peugeot Quartz

Weltweit erstmals werden im Peugeot Quartz mit einem digitalen Webverfahren hergestellte Textilien verwendet. Mit dieser Technik lassen sich großflächige, komplexe und sofort verwendbare Teile herstellen. Da der Zuschnitt entfällt, fallen auch keine Schnittreste an. Darüber hinaus wird der Stoff mit einem Polyesterfaden gewebt, der aus der Wiederverwertung von Kunststoff, zum Beispiel aus dem Recycling von Wasserflaschen, gewonnen wurde. Das Verfahren ermöglicht außerdem die Herstellung von Teilen erheblicher Dicke mit flauschigem Charakter, weshalb auf die Verwendung der üblichen Schaumstoffe verzichtet werden kann.

Boden, Säulen und Dachhimmel mit schwarzem Lederbezug sorgen für das sportliche Ambiente, während die Kontaktflächen wie Sitze und Rückenlehnen mit rötlich braunem Leder bezogen sind. Die Häute werden in Möbel- oder antiker Kleideroptik meliert. Zur Abrundung der Charakteristik werden die Türverkleidungen aus einem Verbundblock gefräst, wobei jeder Werkzeuggang eine rötliche Schattierung hinterlässt. Das so entstehende Liniennetz erzeugt einen Werkstoff mit kinetischem Effekt und ständig changierendem Erscheinungsbild.

Für alle vier Insassen sind Schalensitze vorgesehen. Ihre Struktur ist sichtbar und nimmt einen Vierpunkt-Sicherheitsgurt mit Gurtstraffern auf. Aus Komfortgründen sind die mit rötlich braunem Leder bezogenen Sitzflächen und Rückenlehnen schwimmend auf der sichtbaren Struktur gelagert.

Die nach dem Vorbild von Rennwagen im kompakten Lenkrad integrierten Bedienfunktionen sorgen für maximale Effizienz. Blinker, Fahrmodi und Schaltpaddles lassen sich mit geringem Bewegungsaufwand bedienen. Das hochgesetzte Kombiinstrument besteht aus einem großen, konfigurierbaren Display, in dessen Mitte auf einer um 45 Grad geneigten Polykarbonatscheibe zusätzliche Informationen mit Tiefeneffekt angezeigt werden können.

Zu beiden Seiten des kleinen Lenkrads und des hochgesetzten Kombiinstruments bietet die auf den Fahrer ausgerichtete Armaturentafel bequem erreichbare Kippschalter. Aktiviert der Fahrer einen dieser Schalter, erscheint die Information auf der dazugehörigen Lichtfaser.

Unter der gewölbten Motorhaube verbirgt sich der von Peugeot Sport entwickelte 1,6 l THP 270. In Verbindung mit einer Sechs-Gang-Automatik wartet der Vierzylinder-Benziner mit einem Drehmoment von 330 Nm und einer spezifischen Liter-Leistung von fast 170 PS auf und gehört damit zur Weltspitze. Zusätzlich wird die Vorderachse direkt von einem 85 kW / 116 PS starken Elektromotor angetrieben. Dieser lädt im Schubbetrieb die 400-Volt-Batterie auf und unterstützt den Verbrennungsmotor beim Gangwechsel.

Auch die Hinterachse wird von einem 85-kW-Elektromotor für den Vortrieb des Fahrzeugs angetrieben, der ebenfalls zur Batterieaufladung beiträgt. Das speziell ausgelegte ESP steuert die Bremskraftverteilung auf die vier Räder sowohl zur Stabilisierung des Fahrzeugs als auch im Hinblick auf ein optimales Batterielademanagement. Im reinen E-Betrieb soll der Peugeot Quartz bis zu 50 Kilometer zurücklegen können.

Krasse Crossover Vision: Peugeot Quartz

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ampnet/jri

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