Der neue VW Tiguan

Der Platzhirsch

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Für Geländefreunde empfiehlt sich das Allrad-Modell (li. mit Autor Uwe Fajga) mit höher gelegter Karosserie größerem Böschungswinkel, abgeschrägter Front, Unterfahrschutz und Offroad-Stoßfängern (Aufpreis 520 Euro). 

Der neue VW Tiguan rollt Ende April zu den Händlern. Der SUV ist in Deutschland ein Bestseller. Hier gibt es die ersten Fakten und Eindrücke.

Deutschlands meistverkaufter SUV, der VW Tiguan, startet am 30. April in die zweite Generation: Markanter, größer, sparsamer und ausgestattet mit modernster Technik und jeder Menge neuem optionalem Zubehör, was allerdings seinen Preis hat. Wir haben die Neuerungen am fünfsitzigen Tiguan „erfahren“ – Fakten und Eindrücke:

Optik und Design

In Länge und Breite ist er gewachsen, in der Höhe etwas geschrumpft. Die Frontpartie wurde neu gestylt und wirkt mit den breiten, schlanken LED-Scheinwerfern dynamischer und eleganter. Auch das Heck wurde aufgehübscht, erhielt breitere LED-Leuchten sowie eine größere elektrische Klappe, die sich jetzt auch per Fußbefehl öffnen lässt (plus 395 Euro).

Platzangebot

Dank des um acht Zentimeter verlängerten Radstands haben die Fond-Passagiere mehr Beinfreiheit. Für Beifahrer sowie die äußeren Rücksitze kann neuerdings eine Sitzheizung geordert werden. Aufpreis: 450 Euro. Vergrößert hat sich zudem der Laderaum: um 50 auf 520 Liter! Durch Verschieben der Rückbank erhält man 615 Liter und durch das Umlegen der Rückenlehnen dann sogar stattliche 1655 Liter ebene Staufläche. Praktisch ist die niedrigere Ladekante.

Innenraum

Neu durchgestylt bietet der Tiguan innen Wohlfühlambiente fast wie in einem Oberklassemodell. Dimmbare LED-Lichter beleuchten Türgriffe und Fußraum, Cockpit und Seitenwände sind mit Dekorleisten und Soft-Touch-Kunststoffen verkleidet. Ein Hingucker ist das neue digitale Cockpit mit dem zwölf Zoll großen Info-Display samt verstellbarer Navi-Landkarte vor dem Lenkrad (ab 510 Euro). Angeboten wird auch ein versenkbares Head-uP-Display (565 Euro).

Assistenzsysteme

Angeboten werden im Tiguan jetzt u. a. Stauassistent, Notbremsfunktion, Fußgängererkennung, Spurhaltesystem, aktive Motorhaube mit Aufprallschutz sowie eine 360-Grad-Kamera mit Vogelperspektive. Die ist vor allem empfehlenswert für Fahrten und das Rangieren mit Camping-, Pferde- oder Bootsanhängern. Der Allrad-Tiguan kann bis 2,5 Tonnen ziehen.

Fahrkomfort

VW Tiguan Cockpit.

Bei unseren Testfahrten mit dem 180-PS-Benziner wie auch mit dem 150-PS-Dieselantrieb zeigen sich die Motoren auffällig leise und gut isoliert. Lenkung und Schaltwege sind leichtgängig und präzise und die Federung agil und komfortabel. Ein Drehregler optimiert das Fahrverhalten beim Allradantrieb auf der Mittelkonsole, wobei vier Modi zur Wahl stehen.

Motoren und Verbrauch

Zum Marktstart gibt es zunächst drei Motor-Getriebevarianten: einen 2,0-Liter-TSI-Benziner mit 180 PS und 7-Gang-DSG (ab 34 450 Euro). Der beschleunigt in 7,7 Sekunden von null auf 100 km und bringt es auf 208 km/h in der Spitze. Den Normverbrauch von 7,3 Liter überschritten wir mit 8,6 Liter.

Der neue Tiguan ist in Länge und Breite gewachsen und in der Höhe leicht geschrumpft. In der Summe bietet er jetzt mehr Platz.

Dazu gibt’s zwei 150 PS starke 2,0-Liter-Diesel: Mit Sechsgang-Handschalter verbraucht unser Tiguan laut Formblatt 4,7 Liter in 100 km, fährt 204 km/h Spitze und sprintet im 9,3 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Preis: ab 30 025 Euro. Mit Allradantrieb und Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe benötigt der Selbstzünder nach VW-Angaben 5,6 Liter pro 100 km. Wir kamen im Test auf akzeptable 6,8 Liter. Preis: ab 33 925 Euro.

Das Motorenprogramm soll demnächst erweitert werden um drei Diesel (115, 190 und 240 PS) sowie drei Benziner (125, 150 und 220 PS).

Gib mir die Kante! Der neue VW Tiguan

Uwe Fajga

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