Traumautos

Neue S-Legenden von Mercedes-Benz

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Offen für ein besonderes Vergnügen: Der SL in der Mille-Miglia-Edtion macht Spaß.

Cabriolets von Mercedes-Benz sind oft pures Garagengold. Da muss man gar nicht erst beim offenen 300er anfangen, der mittlerweile unbezahlbar ist...

(Preise bei weit über einer Million Euro), da genügt schon eine gut erhaltene Pagode, die um die 80.000 Euro gehandelt wird. Mercedes-Cabrios sind Legenden – und zwei solcher Legenden lassen die Stuttgarter jetzt wieder aufleben: Das S-Klasse Cabriolet und eine Sonderedition des aktuellen SL, und zwar in der Ausgabe "Mille Miglia 417". Wir stellen die Traumautos vor.

Mercedes S-Klasse Cabrio

Es ist zwar kein neuer Stern am Firmament, aber einer, der plötzlich wieder am Himmel zu sehen ist, fast wie ein Komet, der in bestimmten Abständen um die Erde kreist. Dieser Stern hat 44 Jahre auf sich warten lassen und taucht rechtzeitig zur IAA in Frankfurt wieder auf. Das S-Klasse Cabriolet kommt wieder.

Sein Vorgänger lief unter der Baureihen-Bezeichnung 111 und 112 und wurde zwischen 1961 und 1971 gebaut. Das 220 SE Cabriolet kam nach dem von 1956 bis 1960 hergestellten offenen Ponton auf den Markt, genau 7013 Einheiten wurden in Sindelfingen von den fünf Typen (220 SE, 250 SE, 300 SE, 280 SE und 280 SE 3,5) gebaut. Geringe Stückzahl, tolle Ausstattung, eine mehr als elegante Erscheinung – deshalb sind diese fünf als Oldtimer heutzutage Gold wert. Ein 280 SE im Zustand zwei aus dem letzten Produktionsjahr bringt es nach Einschätzung der US-Experten der Hagerty-Versicherung auf einen Preis von knapp 300 000 Dollar.

So teuer wird das neue S-Klasse Cabrio nicht werden, über den Preis schweigt Mercedes natürlich noch. Auch weitere Details außer diesem Foto und dem Anspruch, "das komfortabelste Cabrio der Welt bauen zu wollen", gibt es noch nicht. Mercedes-Vertriebsvorstand Ola Källenius: "Das neue S-Klasse Cabriolet symbolisiert unsere Leidenschaft für zeitlos exklusive Mobilität."

Mercedes SL Mille Miglia 417

Legenden und Leidenschaft – beides trifft sich in diesem Cabriolet. Ein Mercedes SL, aber in einer Sonderausgabe zum vermutlich legendärsten Autorennen der Welt: Der Mille Miglia, die von Brescia über Rom und dann wieder zurück über die toskanischen Weltkulturerbestädte Siena und Pisa in die Po-Ebene führt. Zu Ehren dieses Klassikers haben die Stuttgarter nun dieses Sondermodell herausgebrach. Optisch unterscheidet sich dieser SL schon mal durch das viele Rot: Bremssättel, die Frontschürzenlippe, Leder-Applikationen in den Sitzen, farbiges Lenkrad.

Mercedes SL Mille-Miglia-Edtion.

Rot wie Rennen. So wie das von 1955, bei dem die Fahrer John Fitch (ein amerikanischer Privatier) und Kurt Gessl mit einem SL und der Startnummer 417 immerhin Fünfte wurden, deren Leistung aber überstrahlt wurde vom glänzenden Sieger Stirling Moss, der mit seinem SLR die 1000-Meilen-Strecke mit einem Schnitt von 157 Stundenkilometern absolvierte.

Das SL-Sondermodell "Mille Miglia 417" erinnert jetzt an die Erfolge der weitgehend unbekannten Fahrer und vermittelt mit seinen beiden Motoren, einem aufgeladenen V-8 mit 455 PS und einem 333 PS starken Sechszylinder (Verbrauch, Werksangabe: 7,7 Liter), schon gutes Rennstrecken-Feeling.

Der SL mit dem kleineren Triebwerk genügt dabei völlig. Seine 333 Pferde veranstalten einen Aufgalopp, der dynamisch und kraftvoll gleichzeitig ist und Fahrspaß garantiert. Sammler, die auf Wertsteigerungen hoffen, dürfte der Preis interessieren: Knapp 17 000 Euro über dem Serienmodell, und das liegt schon knapp an der 100 000er-Schwelle.

RDF

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